Mein erstes Mal (IRONMAN 2017) - Kopfhaltung
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Mein erstes Mal (IRONMAN 2017)

 

Wos is do los?

Auf Facebook gibt es ein Posting eines aufgelösten fast 40iger, mit einem „OIDA“ Kapperl, eingewickelt in eine Alufolie oder so…er streckt ein Metallding in die Linse einer Handykamera und zitiert einen legendären Oliver Kahn Spruch: „Da ist das Ding!“. Wos is do los?

 

„Jürgen, you are an IRONMAN“ – diese harterkämpften und langersehnten Worte, durfte ich am Sonntag nach 10:39:45 aus den Lautsprechern der Finishline in Klagenfurt hören. Wahnsinn – OIDAes ist geschafft!I sog`s eich: Beim lediglich Schreiben dieser Worte, bekomme ich schon wieder Ganserlhaut und schwitzende Augen.

 

Es schwirren gerade 1.000te Glücksgedanken in meinem Hirnkastl herum und es fällt mir daher extrem schwer, meine derzeitige Gefühlslage in verständliche Worte zu fassen. Mit dem Finish letzten Sonntag, habe ich nämlich nicht nur ein sportliches Megaprojekt abgeschlossen und mir einen Traum erfüllt, sondern vielmehr meinem neuen Lebensg`fühl einen „vorläufigen“ Höhepunkt beschert.

 

Waren es vor 16 Monaten noch rund 23kg mehr auf den Knochen, die mich beschäftigt haben, sind es jetzt die vielen beeindruckenden Momente, die ich in den letzten Monaten am Weg zum „Eisenmann“ inhalieren durfte.

 

Als ich am Sonntag um 6.30 Uhr im Strandbad Klagenfurt auf den Schwimmstart wartete, schossen mir tatsächlich Tränen in die Augen (Anm.: Ich bin nicht gerade bekannt dafür, nahe am Wasser gebaut zu sein.). Es war die pure DANKBARKEIT, hier stehen zu dürfen…und dies erleben zu können. Kein Gedanke an eine Zielzeit, an die bevorstehenden Strapazen, an eventuelles Scheitern…einfach nur pure Vorfreude auf das Event.

 

DANKBARKEIT eine Familie hinter sich zu wissen, die in den letzten Monaten ALLES daran gesetzt hat, um mich zu unterstützen und diesen Traum realisierbar zu machen. Es ist an dieser Stelle nicht in Worte zu fassen, welch großen Beitrag speziell meine Frau Svenja und meine beiden Kids geleistet haben. OIDA, ich bin dankbar und glücklich!

 

Mit dem Sprung (bzw. eher Lauf) ins Wasser, war es dann aber auch schon wieder Schluss mit der aufkommenden Sentimentalität. Jetzt ging es um das Ernten der Früchte, die ich in den letzten 16 Monaten gesät hatte.

 

Das Schwimmen ging überraschend gut und ich konnte diesen Teil des Wettkampfes sogar therapeutisch (Anm.: vorliegende Zehenphobie) nutzen. Ständig, einen Wasserschatten suchend, hatte ich das Vergnügen mit so manchen Füssen und Zehen in Kontakt zu treten und es störte mich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht. Yes, GEHEILT! 🙂

 

Das Radfahren konnte ich tatsächlich genießen und ich befolgte strickt den Rat, bergauf nicht zu viel Gas zu geben und dafür bergab ständig aktiv zu sein. Dann ab auf die Laufstrecke – die ersten 15km waren sensationell easy – rechtzeitig, als gerader ein gewisser Übermut in mir heranwuchs, „tschepperte“ es in meiner Muskulatur. Wos is do los? Ab diesen Zeitpunkt hieß es: „Kämpfen OIDA!“

 

Schlussendlich konnte ich mich wieder, auch DANK der sensationellen Unterstützung meiner Familie und der TriStyria Kollegen, auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich: rechter Haxn, linker Haxn, rechter Haxn, linker Haxn…und erfolgreich finishen.

 

„Jürgen, you are an IRONMAN!“

FOLLOW YOUR DREAMS, BELIEVE IN YOURSELF AND DON`T GIVE UP, OIDA!

lg euer Rothi

 

PS: DANKE an meine TriStyria-Trainer: Markus Falgenhauer (Headcoach und Master of my Trainingspläne), der mir jede noch so stümperhafte Triathlonanfängerfrage beantwortet hat und Angelika Stiegler (Wasserlagenexpertin), die es tatsächlich geschafft hat, in wenigen Monaten aus einem talentfreien Brustschwimmer, einen unter 2:00min/100m IRONMAN Krauler zu machen. RESPEKT! :-)“

 

 

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